Gegen Krieg
Humanistische Friedensethik, Fürstenkritik und pazifistische Rhetorik in der europäischen Reformationszeit
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Zusatztext
In "Gegen Krieg" entfaltet Erasmus von Rotterdam eine der eindringlichsten pazifistischen Interventionen der europäischen Frühneuzeit. Mit humanistischer Gelehrsamkeit, biblischer Exegese und scharfer rhetorischer Ironie entlarvt er den Krieg als Widerspruch zu Vernunft, christlicher Ethik und politischer Klugheit. Der Text steht im Kontext der konfessionell und dynastisch angespannten europäischen Ordnung des 16. Jahrhunderts und verbindet moralphilosophische Argumentation mit einer präzisen Kritik fürstlicher Ruhmsucht. Erasmus, der große Vertreter des christlichen Humanismus, lebte als Gelehrter zwischen den Höfen, Universitäten und Druckereien Europas. Seine Erfahrung transnationaler Gelehrtenrepublik, seine philologische Arbeit am Neuen Testament und seine Distanz zu fanatischer Parteinahme prägten sein Denken. Gerade weil er die Zerbrechlichkeit politischer Ordnungen und die Macht der Sprache kannte, suchte er nach einer Reform des Menschen durch Bildung, Maß und evangelische Friedfertigkeit. Dieses Buch empfiehlt sich allen Lesern, die die historischen Wurzeln europäischer Friedensethik verstehen wollen. Es ist kein bloßes Zeitdokument, sondern eine bis heute beunruhigend aktuelle Analyse politischer Gewalt. Erasmus fordert nicht naive Konfliktvermeidung, sondern eine gelehrte, moralisch verantwortete Kritik an Macht, Ehre und kollektiver Verblendung.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 32 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028395773
Umbreit-Nr.: 7117133
