Der Rächer
Schauerliteratur um Schuld, Vergeltung und psychologische Spannung im 19. Jahrhundert
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Zusatztext
Der Rächer entfaltet eine düstere Erzählung von Schuld, Vergeltung und moralischer Verfinsterung, in der äußere Handlung und innere Obsession unauflöslich ineinandergreifen. De Quincey verbindet Elemente der Schauerliteratur mit einer frühpsychologischen Analyse des Verbrechens: Nicht bloß die Tat, sondern die Vorstellungskraft, die sie vorbereitet und nachträglich deutet, steht im Zentrum. Der Stil ist essayistisch geschärft, atmosphärisch dicht und von jener romantischen Faszination für Grenzerfahrungen geprägt, die das frühe 19. Jahrhundert literarisch bestimmte. Thomas De Quincey, 1785 geboren und vor allem durch Bekenntnisse eines englischen Opiumessers berühmt geworden, war ein Autor der Extreme: Gelehrsamkeit, Abhängigkeit, Armutserfahrung und ein lebenslanges Interesse an Traum, Angst und Wahrnehmung formten sein Werk. Seine berühmte Reflexion über den Mord als ästhetisches Phänomen zeigt, weshalb ihn die Figur des Rächers besonders interessieren musste: als Mensch, in dem Ethik, Wahn und Imagination gefährlich verschmelzen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die klassische Spannungsliteratur nicht nur als Handlung, sondern als Untersuchung des Bewusstseins verstehen wollen. Der Rächer ist knapp, intensiv und intellektuell anspruchsvoll; er eröffnet einen präzisen Blick auf die dunklen Voraussetzungen moderner Kriminal- und Psychologieerzählung.
Weitere Details
Erschienen: 24.06.2025
Umfang: 36 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028396077
Umbreit-Nr.: 7117144
