Mein Leben als Indianer
Ethnografische Memoiren aus der Montana-Prärie: Blackfeet, Bisonjagd und Grenzland im 19. Jahrhundert
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Zusatztext
Mein Leben als Indianer ist ein autobiographischer Bericht über James Willard Schultz' Jahre bei den Blackfeet des nordwestlichen Plains-Gebiets. Das Buch verbindet ethnographische Beobachtung, Abenteuererzählung und erinnernde Prosa: Jagd, Handel, Verwandtschaft, Spiritualität und Konflikte mit der expandierenden Siedlergesellschaft erscheinen nicht als bloße Kulisse, sondern als Ordnung einer bedrohten Lebenswelt im literarischen Kontext früher amerikanischer Grenzlandliteratur. Schultz, 1859 in New York geboren, kam als junger Mann nach Montana, lebte eng mit den Piegan Blackfeet, heiratete in die Gemeinschaft ein und schrieb später zahlreiche Bücher über ihre Geschichten und Bräuche. Seine Nähe zur mündlichen Überlieferung, zugleich geprägt von der Perspektive eines weißen Zeitzeugen, erklärt die Mischung aus Empathie, Romantisierung und dokumentarischem Anspruch. Empfohlen sei dieses Werk allen Leserinnen und Lesern, die historische Selbstzeugnisse kritisch, aber offen lesen möchten. Es bietet keinen neutralen anthropologischen Bericht, doch gerade seine Spannung zwischen Teilnahme und Fremdheit macht es wertvoll: als Quelle zur Kultur der Plains, zur amerikanischen Expansion und zur literarischen Konstruktion indigener Erfahrung.
Weitere Details
Erschienen: 24.07.2025
Umfang: 220 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 1.2 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028398200
Umbreit-Nr.: 7299866
