Charlotte von Weiß
Ein psychologischer Roman über Standeskonflikt, bürgerliche Moral und weibliche Selbstbehauptung um 1900
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Zusatztext
Clara Viebigs "Charlotte von Weiß" entfaltet das Porträt einer Frau, deren persönliches Schicksal untrennbar mit den Erwartungen von Stand, Familie und gesellschaftlicher Konvention verbunden ist. In präziser, psychologisch geschulter Prosa verbindet Viebig eine eindringliche Charakterstudie mit sozialer Milieubeobachtung. Der Roman steht im Kontext des deutschen Realismus und Naturalismus, überschreitet deren Grenzen jedoch durch sein besonderes Interesse an weiblicher Innerlichkeit, moralischer Selbstbehauptung und den stillen Konflikten bürgerlich-aristokratischer Lebensformen. Clara Viebig, 1860 in Trier geboren und lange in Berlin tätig, zählt zu den bedeutenden Erzählerinnen der deutschsprachigen Literatur um 1900. Ihre Herkunft aus dem Rheinland, ihre genaue Kenntnis regionaler Lebenswelten und ihr waches Bewusstsein für soziale Ungleichheit prägten ihr Werk nachhaltig. Wie in vielen ihrer Romane richtet sie auch hier den Blick auf Menschen, die zwischen persönlichem Begehren und gesellschaftlicher Ordnung stehen, besonders auf Frauen, deren Handlungsspielräume historisch begrenzt sind. "Charlotte von Weiß" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die literarische Figuren nicht als bloße Handlungsträger, sondern als komplexe Existenzen verstehen möchten. Das Buch bietet eine kluge, stilistisch kontrollierte und zugleich empfindsame Auseinandersetzung mit Identität, Pflicht und weiblicher Selbstbestimmung.
Weitere Details
Erschienen: 12.08.2025
Umfang: 128 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028399597
Umbreit-Nr.: 7330411
