Eine Handvoll Erde
Naturalistischer Eifelroman über Besitz, bäuerlichen Beharrungswillen und sozialen Wandel in der Kaiserzeit
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Zusatztext
Clara Viebigs Eine Handvoll Erde ist ein sozial genau beobachteter Roman über die elementare Bindung des Menschen an Besitz, Herkunft und Landschaft. Die "Handvoll Erde" wird zum Symbol einer Existenz, die zwischen bäuerlichem Beharrungswillen, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlicher Veränderung steht. In naturalistisch geschärfter Prosa verbindet Viebig Milieustudie, psychologische Charakterzeichnung und regionalen Realismus; ihr Text gehört in den Kontext jener Literatur um 1900, die Heimat nicht idyllisiert, sondern als Konfliktraum von Arbeit, Armut, Begehren und Macht darstellt. Clara Viebig, 1860 in Trier geboren und mit den Landschaften des Rheinlands, der Eifel und Preußens vertraut, zählt zu den bedeutenden Erzählerinnen des deutschen Naturalismus. Ihre genaue Kenntnis ländlicher Lebensformen, sozialer Abhängigkeiten und weiblicher wie männlicher Rollenzwänge prägte ihr Werk. Gerade diese Verbindung aus ethnographischer Aufmerksamkeit und erzählerischer Empathie dürfte den Stoff dieses Romans vorbereitet haben. Empfohlen sei Eine Handvoll Erde allen Leserinnen und Lesern, die Literatur als historisches Erkenntnismedium schätzen. Der Roman bietet keine bloße Heimatmalerei, sondern eine eindringliche Analyse von Besitz, Verwurzelung und sozialer Härte.
Weitere Details
Erschienen: 12.08.2025
Umfang: 124 S.
Sprache: Deutsch
Einband: KT
Format: 0.7 x 22.9 x 15.2 cm
ISBN/EAN: 9788028399603
Umbreit-Nr.: 7330399
